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Indien Orissa & Chhattisgarh - Stammesvölker in Ostindien 18 Tage ab 2695 €
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Orissa & Chhattisgarh - Stammesvölker in Ostindien

Indien

© Auf und Davon Reisen GmbH
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Highlights:
unberührte Regionen im Osten Indien
Bhubaneshwar - Wiege des Hinduismus
Bergstämme der Ost-Ghats
Wochenmarktbesuche
zahlreiche Dorfbesuche in Stammesgebieten
Beschreibung:
In Indien gehören die beiden östlichen Bundesstaaten Orissa und Chhattisgarh bis heute zu den von Touristen nur sehr wenig besuchten Regionen. Anders als zum Beispiel in Rajasthan und Uttar Pradesh, verirrt sich kaum ein Tourist hier her und so werden wir häufig ganz ungläubig von den Einheimischen bestaunt und sind selbst die Exoten. Das subtropische Orissa am Golf von Bengalen gilt als Wiege der hinduistischen Kultur und in der Hauptstadt Bhubaneshwar zeugen heute noch über 100 Tempel aus der Zeit zwischen dem 8. und 13. Jh. Zeugnis vom Wohlstand und der Religiosität der einstigen Herrscher. In den bewaldeten Hügellandschaften der Ost-Ghats siedeln über 60 verschiedene Bergvölker, bis heute tief verwurzelt in ihren alten Traditionen und dem einfachen Landleben. Wir besuchen verschiedene Dörfer der lokalen Minoritäten, lebhafte und farbenfrohe Wochenmärkte und reisen weiter in den mindestens genauso interessanten Bundesstaat Chhattisgarh, wo wir auf weitere Stammesvölker und ein reiches kulturelles Erbe treffen.
Mindestteilnehmerzahl:
6 Pers. (max. 12 Pers.)

Späteste Rücktrittsfrist bei Nichterreichen der Mindestteilnehmeranzahl:

30 Tage vor Reisebeginn
Reisecode:
IND 033
Enthaltene Leistungen:
Linienflug (Economy)
Steuern und Gebühren
alle Fahrten im privaten klimatisierten Fahrzeug
8 ÜN in landestypischen Mittelklassehotels im DZ
8 ÜN in Gästehäusern und einfachen Hotels
Besichtigungen inkl. Eintrittsgelder
örtl. englischsprachige Reiseleitung
Mahlzeiten: 15x F, 2xA
AuD-Infomaterial
Reiseführer
Im Vorprogramm zur Joranda Mela vom 17.02.-22.02.2019 ist zusätzlich enthalten:
alle Fahrten im privaten klimatisierten Fahrzeug
3 ÜN in landestypischen Mittelklassehotels im DZ
Nicht enthaltene Leistungen:
Einzelzimmerzuschlag: 485,- €
Rail & Fly Ticket: 85,- €
alle nicht genannten Mahlzeiten & Getränke
Trinkgelder und persönliche Ausgaben
Visa-Gebühr Indien, z. Zt. 98,- € zzgl. Servicegebühren in Höhe von 6,- € bzw. 13,50 € (je nach Bundesland)
Februar 2019: Vorprogramm zum Besuch der Joranda Mela: 345,- € p.P. im DZ
Einzelzimmerzuschlag Vorprogramm Joranda Mela: 145,- €
Programmhinweise:
Anforderungen: Ausdauer für die ein oder andere längere Überlandfahrt auf schlechter Straße sowie Komfortverzicht für die Unterbringung in teils sehr einfachen Unterkünften während der Aufenthalte in abgelegenen Stammesgebieten ohne touristische Infrastruktur. Nicht geeignet für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
1. - 18. Tag

Orissa & Chhattisgarh Rundreise

Im Februar 2019 können Sie diese Reise mit einem Vorprogramm mit Besuch des Joranda Mela Festivals verlängern. Details finden Sie weiter unten.

1. Tag: Flug von Deutschland nach Indien


2. Tag: Ankunft in Indien – Weiterflug nach Bhubaneshwar
Wir erreichen Indien und steigen um in die Maschine nach Bhubaneshwar, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Orissa, heute umbenannt in Odisha. Nach dem Transfer zum Hotel können wir den Rest des Tages nach der langen Anreise entspannen und zur freien Verfügung genießen oder wir begeben uns in Eigenregie auf einen ersten Erkundungsgang in die Stadt. -/-/-

3. Tag: Besichtigungen in der Tempelstadt Bhubaneshwar
Der ganze Tag steht uns für die Erkundung der beeindruckenden Tempelstadt zur Verfügung. Von den ehemals 7000 Tempeln sind heute noch mehr als 400 erhalten. Die meisten Tempel stammen aus dem 7. bis 11. Jhd und sind im typischen Orissa-Stil erbaut mit einem reich verzierten Turm, der imposant in den Himmel ragt. Die beeindruckenden Steinreliefs zeigen Szenen des täglichen Lebens und teilweise gewagte erotische Darstellungen, die an die Tempel von Khajuraho erinnern. Oft stehen die Tempel nur wenige Fahr- oder sogar Gehminuten voneinander entfernt. Wir besuchen einige der bedeutendsten und besonders sehenswerten Tempel, wie z.B. den Lingaraja, Rajarani und Mukeswara. Etwas außerhalb der Stadt erkunden wir einige reich mit Reliefs verzierte Höhlen in den Khandagiri- und Udayagiri-Hügeln. Diese mehrstöckig angelegten Höhlen dienten Jain-Mönchen schon im 2. Jhd. vor Christus als Unterkunft und Meditationsplatz. Im sehr interessanten Völkerkundemuseum stimmen wir uns schon ein wenig auf unsere Weiterreise ein und bekommen einen ersten Eindruck von der Vielfalt des beeindruckenden Kunsthandwerkes der verschiedenen Stammes- und Bergvölker, die uns in den nächsten Tagen begegnen werden. Am Abend können wir optional einen traditionellen Odissa-Abend mit Musik und Tanz besuchen (bitte bei Buchung angeben). F/-/-

Exkurs:
Die Region rund um Bhubaneshwar entspricht dem historischen Land Kalinga, das seinerzeit von König Ashoka in einer blutigen Schlacht erobert wurde. Ashoka selbst war danach von dem blutigen Gemetzel derart abgestoßen, daß er jeglicher Gewalt entsagte und zum Buddhismus übertrat. So findet man heute noch bedeutende buddhistische Monumente in der Umgebung. Die verschiedenen Herrscher der Region während der Jahrhunderte vertraten verschiedene Glaubensrichtungen und waren stets bestrebt zu Ehren der Götter beeindruckende Monumente zu errichten und so wurde Bhubaneswar die „Stadt der Tempel“. Dabei wurde auch die Umgebung immer wieder mit bedeutenden Tempeln der verschiedenen Glaubensrichtungen bedacht – insbesondere Jain, Hinduismus und Buddhismus.

4. Tag: Bhubaneshwar – Fahrt nach Puri
Von Bhubaneshwar aus wenden wir uns in Richtung der Küstenregion in das 70 km entfernte Puri. Unterwegs besuchen wir den tantrischen Chausath 64-Yogini-Tempel in Hirapur. Mit knapp 8 m Durchmesser ist er der kleinste der über Indien verteilten Yogini Tempel. Auch dieser Tempel ist oben offen, da man glaubte, daß die Yoginis durch die Luft zu ihrem Kultort fliegen. Die Innenmauer ist reich geschmückt mit Steinskulpturen der 64 Yoginis, die beeindruckend plastisch und lebendig wirken.
Nach einem kurzen Besuch in Dhauli und der Shanti Stupa fahren wir weiter zum idyllischen Dorf Raghurajpur. In den teilweise noch mit Stroh gedeckten Häusern leben überwiegend Künstlerfamilien, die sich der Stein- und Holzschnitzerei, der Palmblattmalerei – Talapatra genannt - und der sehr feinen Zeichnungen auf Stoff und Seide widmen. Ganz besonders ist jedoch die traditionelle Tanzschule und mit ein bisschen Glück erleben wir eine der klassischen Tanzvorführungen. In Puri beziehen wir unser Hotel, das nur durch die Uferpromenade vom langen und breiten Sandstrand getrennt ist. Den Rest des Tages verbringen wir hier zur freien Verfügung. F/-/-

5. Tag: Puri & Ausflug zum Konark Sonnentempel
Puri ist nicht nur ein beliebter Strandort für indische wie ausländische Touristen, sondern auch eine der vier heiligsten Pilgerstätten in Indien. Heiliges Zentrum ist der 30 m hohe Jagannath Mandir Tempel, der dem Gott Jagannath, einer Reinkarnation von Vishnu geweiht ist. Jeder Hindu sollte wenigstens einmal in seinem Leben an diesen heiligen Ort pilgern, sodass es in Puri zu jeder Jahreszeit entsprechend lebhaft zugeht.
Einmal im Jahr, während des berühmten Rath-Yatra-Festes im Sommer, wird das Götterbildnis aus dem Tempel durch die restlos überfüllten Straßen gefahren unter der Andacht und dem Jubel der Pilger. Nicht-Hindus dürfen das Innere des Tempels leider nicht betreten, aber vom Dach der nahegelegenen Bibliothek kann man einen Blick über das Tempelareal werfen. Bei einem Spaziergang durch die Straßen der Altstadt zeigt sich Indien hier noch von seiner wirklich indischen Seite. Überall gibt es Straßenhändler, heilige Kühe, Rikschas, andächtige Pilger, Autos, Geschäfte, Gerüche, Farben und die typisch indische Geräuschkulisse.
Wir fahren 30 km entlang der Küste nach Konark und besuchen den berühmten Sonnentempel - seit 1984 UNESCO Weltkulturerbe. Früher lag die Tempelanlage direkt am Meer, durch zunehmende Versandung trennt sie ein breiter Sandstreifen vom Wasser. Seefahrer nannten das mächtige Bauwerk die „schwarze Pagode“ im Gegensatz den weißen Tempeln von Puri.
Der Sonnentempel ist die Krönung der Tempelarchitektur des alten Orissa. Mitte des 13. Jhd. wurde unter König Narasimha Deva mit dem Bau begonnen, an dem 12.000 Menschen über 12 Jahre lang gearbeitet haben sollen. Ganz anders als die Tempel, die wir bereits gesehen haben, wurde der Sonnentempel als Abbild des Prozessionswagens für den Sonnengott Surya gestaltet. Der Sockel des Sonnentempels ist von 3 m hohen achtspeichigen Wagenrädern umgeben, von denen jeder Zentimeter aus filigraner Steinmetzkunst besteht und aus dem Leben der hinduistischen Welt erzählt. Auch die Tempelwände erzählen mit ihren Steinreliefs aus dem mittelalterlichen hinduistischen Leben.
Auf dem Rückweg nach Puri machen wir Halt am nahegelegenen Strand von Chandrabagha, der zu den schönsten und unberührtesten der indischen Ostküste zählt. Hier besuchen wir ein Fischerdorf. F/-/- (60 km, ca. 2 Std)

6. Tag: Puri – Chilka See – Baliguda
Zunächst führt uns unsere Fahrt durch das fruchtbare und üppige Küstentiefland. Hier lebt ein Großteil der 45 Mio. Einwohner von Orissa auf den landwirtschaftlich intensiv genutzten Niederungen und Flusstälern. Wir machen Halt und einen Spaziergang in einem interessanten Brahmanendorf. Nach 80 km erreichen wir den Chilika See – mit 1100 qkm und 52 Zuflüssen der größte Brackwassersee Asiens. In der reichen Flora und Fauna sind über 150 verschiedene Vogelarten heimisch, davon auch viele Zugvögel aus Sibirien, Afghanistan, Iran und dem Himalaya und machen den See zu einem Paradies für Ornithologen und Tierliebhaber. Wir unternehmen eine Bootstour und haben mit Sicherheit Gelegenheit einige Vögel zu beobachten.
Auf unserer Weiterfahrt gelangen wir in das Bergland der Ost-Ghats, deren höchste Erhebung der 1.670 m hohe Deomali Hill ist. Durch seine Nähe zum Golf von Bengalen profitiert auch das angrenzende Bergland von sehr viel mehr Niederschlag als die meisten anderen Regionen in Zentralindien und so ist selbst noch im Januar/Februar Grün die vorherrschende Farbe der Landschaft, obwohl die Monsunzeit schon lange vorbei ist.
Die teilweise noch sehr abgelegenen Regionen sind bis heute Rückzugsort der ethnischen Minderheiten und bedeutendste Siedlungsgebiete der indischen Ureinwohner, der Adivasi. Mit jedem zurückgelegten Kilometer fühlen wir uns mehr und mehr zurückversetzt in eine andere Zeit. Wir erreichen das Gebiet des Khond-Stammes. In der Nähe einiger kleiner Dörfer der Desia Khonds liegt der Eco Cottage Complex, wo wir heute und morgen übernachten. Auf einem kleinen Abendspaziergang erkunden wir das Dorf und kommen in Kontakt mit den Einheimischen. Viele ältere Frauen des Desia Khond-Stammes sind gesichtstätowiert; bei den jüngeren Frauen findet man diese Tätowierungen seltener. F/-/- (300 km, ca. 6-7 Std)

Exkurs:
Die Stammesvölker in Indien bezeichnen sich selbst als Adivasi, was in der altindischen Sprache des Sanskrit soviel bedeutet wie „die ersten Bewohner“ oder „die ersten im Lande", was wörtlich zu nehmen ist. Sie waren die ersten, die viele Regionen des indischen Subkontinents bevölkert haben und als Fischer, Hirtennomaden, Waldfeldbauern und Jäger und Sammler lebten. Erst zwischen 2500 und 1500 v.Chr. eroberten kriegerische Hirtenvölker aus dem westlichen Zentralasien das seinerzeit dicht bewaldete Land. Damit fand auch das Kastensystem seinen Einzug, denn die neuen Herrscher wollten ihre Macht sichern und grenzten die Ureinwohner damit als „wild“ und „unzivilisiert“ aus.
Die Adivasi zogen sich in die abgelegenen ländlichen Regionen und in die Wälder zurück. Noch heute leben 90% der Adivasi auf dem Land und etwa die Hälfte im Wald- und Bergland zwischen dem westlichen Gujarat und dem westlichen Bengalen, dem sog. „Stammesgürtel“ (tribal belt). Zu den über 400 verschiedenen Völkern und Gemeinschaften der Adivasi gehören über 1 Milliarde Menschen, was fast 9% der indischen Bevölkerung ausmacht. Das Kastensystem wurde zwar inzwischen offiziell abgeschafft und den Adivasi der Status „scheduled tribals“ zuerkannt, was jedoch an ihrer Situation und ihrer Benachteiligung nur wenig geändert hat. Die meisten Adivasi leben immer noch in abgelegenen Regionen als Kleinbauern. In isolierten Regionen leben sie traditionell sehr zurückgezogen oftmals in Wäldern als Jäger und Bergbauern.

7. Tag: Pushangia und Umgebung
Ein Ausflug führt uns zu einigen sehr abgelegenen und noch sehr ursprünglichen Dörfern des Desia Khond-Stammes etwa 20 km südlich von Pushangia. Per Fahrzeug und zu Fuß sind wir unterwegs und erhalten einen Einblick in das Leben dieser freundlichen und sehr liebenswerten Menschen. Am Nachmittag kehren wir nach Pushangia zurück. F/-/- (40 km, ca. 2 Std.)

Excurs:
Der Volksstamm der Khonds gliedert sich in verschiedene Stammesgruppen der Desia Khond, Kutia Khond und Dongria Khond und leben hauptsächlich in der Region von Baliguda, Rayagada, Kashipur, Bissamcuttac und Muniguda. Die Desia Khond erkennen wir oftmals an den Gesichtstätowierungen der Frauen, ansonsten sind sie nur schwer voneinander zu unterscheiden. Die Khonds haben sich bis heute noch viele ihrer uralten Sitten und Bräuche bewahrt. So finden wir in nahezu jedem Dorf einen Opferpfahl, wo auch heute noch das Opferritual Meriah einmal im Jahr stattfindet. In früheren Zeiten wurde dabei ein Menschenopfer dargebracht; heute wird nur noch ein Tier, meistens ein Büffel, geopfert. Dabei werden oft Fleischstücke des geopferten Tieres auf den Feldern vergraben, um die Erdgöttin zu beschenken und zu bitten, die Felder fruchtbar zu machen.

8. Tag: Baliguda/Pushangia – Wochenmarkt in Chatikona – Fahrt nach Jeypore
Ganz früh am Morgen brechen wir auf, um rechtzeitig in Chatikona zum Wochenmarkt des Dongria-Khond-Stammes anzukommen, ein ganz besonderes Highlight dieser Reise. Da die Dörfer der Dongria Khonds sehr abgelegen und meistens hoch in den Bergen liegen, ist dies die einzige Möglichkeit, in Kontakt mit diesem Volksstamm zu kommen. Die Frauen der Dongria Khonds erkennen wir an ihrem interessanten Haarspangen in Form von Säbeln und Schwertern. Später fahren wir weiter nach Jeypore. Unterwegs machen wir Halt im Kuvi Kondha Village. F/-/- (280 km, ca. 6-7 Std.)

9. Tag: Jeypore – Onukudelli - Jeypore
Nach einem frühen Frühstück brechen wir auf zu unserem Ausflug durch die idyllische Landschaft Süd-Orissas nach Onukudelli und dem dortigen Wochenmarkt des Bonda- und Gabada-Volksstammes. Auch die Dörfer dieser beiden Volksstämme liegen sehr entlegen und sind mit Fahrzeugen deshalb nicht erreichbar. Umso farbenfroher gestaltet sich der Wochenmarkt mit der einheimischen Bevölkerung – ein weiteres, ganz besonderes Highlight unserer Indienreise! Wir wollen früh genug dort ankommen, um noch Gelegenheit zu haben, die Bondas und Gabadas in ihrer traditionellen Kleidung und ihrem traditionellen Schmuck aus den Bergen zum Markt herabkommen zu sehen. Die Bonda-Frauen schmücken sich mit prächtigen Halsketten aus kleinen bunten Perlen während die Gabada-Frauen um den Hals dicke schwere Metallreifen tragen und riesige Drahtohrringe. Neben einigen Früchten, Wurzeln und Gemüse wird auch der traditionelle Schmuck zum Kauf angeboten. Die Männer verkaufen häufig Palmwein und selbst gebrannten Schnaps. Auf unserer Rückfahrt nach Jeypore besuchen wir die beeindruckenden Duduma Wasserfälle und weitere interessante Dörfer. F/-/- (160 km, ca. 4-5 Std)

10. Tag: Jeypore – Goteshwar – Jeypore
Unser Tagesausflug führt uns nach Gopteshwar, einem Dorf der Dhuruba. In früheren Zeiten trugen die Männer nur einen Lendenschurz, während die Frauen in prächtigen, mit Ornamenten geschmückten Trachten gekleidet waren, die oftmals auch heute noch getragen werden (diskretes Fotografieren erlaubt). Bevor wir nach Jeypore zurückfahren, besuchen wir einen Shiva geweihten Höhlentempel. F/-/- (140 km, ca. 4-5 Std)

11. Tag: Jeypore – Jagdalpur
Auf unserer gerade einmal 80 km langen Fahrt nach Jagdalpur ändert sich die Landschaft dramatisch. Wir lassen die grüne Mittelgebirgslandschaft von Orissa hinter uns und gelangen in den Regenschatten der Ost-Ghat, in das trockenere und teilweise schon ein wenig wüstenhaft anmutende Chhattisgarh. Wir beziehen unser Hotel und brechen nach kurzer Zeit wieder auf in Richtung Mardum zum Wochenmarkt des Abhuj Maria-Stammes. In Chhattisgarh beginnen die Wochenmärkte immer erst ab Mittag oder sogar frühen Nachmittag. Auf dem Rückweg nach Jagdalpur machen wir Halt an den Chitrakot Wasserfällen, die breitesten Wasserfälle Indiens, weshalb sie auch voller Stolz „Indian Niagara Falls“ genannt werden. Besonders während der Monsunzeit zwischen Juli und Oktober präsentieren sie sich in ihrer ganzen imposanten Größe. F/-/- (180 km, ca. 4-5 Std.)

Exkurs:
Erst 1999 wurden die ursprünglich zu Madhya Pradesh gehörenden 16 Chhattisghari sprechenden Distrikte mit ihren ca. 25 Mio. Einwohnern zu dem neuen Bundessstaat Chhattisgarh zusammengefasst mit der Hauptstadt in Raipur. Mit dieser Selbständigkeit in einem eigenen Bundesstaat erfüllte sich die lang gehegte Forderung der Stämme nach Unabhängigkeit, da ihre Belange in dem großen Flächenstaat Madhya Pradesh kaum Gehör fanden. Der neue Bundesstaat liegt im Herzen des indischen Stammeslandes. Über 30% der Bevölkerung gehören hier zu den Adivasi und verteilen sich auf die verschiedenen Stämme. In einigen Distrikten sind die Adivasi sogar in der Mehrheit.

12. Tag: Jagdalpur und Umgebung
Einige Kilometer von Jagdalpur entfernt erkunden wir ein Dorf des Maria Gond-Stammes. Mit ein wenig Glück erleben wir den traditionellen und sehr farbenprächtigen Bison Horn Dance! Gegen Mittag fahren wir zum Wochenmarkt nach Pamela, der zu einem der schönsten in der ganzen Region zählt. Die Einheimischen nehmen teilweise lange Anreisen zu Fuß oder in Sammeltaxis in Kauf, um hier in einem wunderschönen lichten und doch schattigen Wald ihre Erzeugnisse anzubieten und soziale Kontakte zu pflegen. Auf dem dazugehörigen Viehmarkt wechselt so mancher Zwei- und Vierbeiner seinen Eigentümer. Hoch im Kurs stehen die Kampfhähne, die ihre Kampfeslust und Sieger-„Qualitäten“ dann auch gleich während der Hahnenkämpfe beweisen können, die in Chhattisgarh zu nahezu jedem Wochenmarkt gehören. Ein ganzes Areal des Marktes dient der Geselligkeit. Hier wird hauptsächlich Palmwein und Selbstgebranntes verkauft und mit großer Begeisterung probiert und konsumiert. Dementsprechend ausgelassen und lustig geht es hier zu. Am späten Nachmittag fahren wir zurück zu unserem Hotel in Jagdalpur.
Am Straßenrand sehen wir immer wieder bunte Schilder und Tafeln. Es handelt sich um Grabsteine auf den Gräbern von Stammesangehörigen, die mit ihren teilweise comichaften Darstellungen von Geschichten und Träumen aus dem Leben des Verstorbenen erzählen wie z.B. mit einer Rakete auf den Mond zu fliegen. F/-/- (104 km, ca. 2-3 Std.)

Exkurs:
In Bastar, dem Distrikt rund um Jagdalpur, befinden wir uns im Herzen des Stammeslebens. 70% der Menschen sind Adivasi. Dementsprechend vielfältig und interessant sind die Besuche auf den Wochenmärkten und in den Dörfern. Hier wird vor allem auch traditionelles Kunsthandwerk noch sehr gepflegt wie z.B. Messingwaren, Eisenwaren, Schnitzereien und Gegenstände aus Bambus, dem beliebtesten Werkstoff. Bambus wächst in weiten Teilen der Region und hat Bastar seinen Namen gegeben (Bastar = Bambus).

13. Tag: Jagdalpur – Kandagaon – Kanker
Früh Morgens geht es auch heute wieder los in Richtung Kanker, da wir unbedingt noch ein Dorf des Muria-Stammes besuchen wollen. Hier können wir mit etwas Glück einen „Deer Mask Dance“ zu sehen bekommen. Unterwegs besuchen wir die Region rund um Kandagaon, die bekannt ist für ihr Metallkunsthandwerk. Geplant ist eine Übernachtung im Kanker Palace, wo wir zu Gast sind bei der Maharaja-Familie sind, die sich in vielen Hilfsprojekten für die lokale Bevölkerung engagiert. Leider hat der Palast nur wenige Zimmer, sodass wir evtl. in kleinen Cottages auf dem Palastgelände untergebracht werden oder auf eine andere Unterkunft ausweichen müssen. F/-/A (190 km, ca. 5-6 Std.)

14. Tag: Kanker – Bhoramdeo
Eine längere Überlandfahrt bringt uns in den Norden von Chhattisgarh nach Bhoramdeo, das inmitten dichter Wälder in den Maikal-Bergen liegt. Die wilden Hügel und Wälder Zentralindiens sind fast wie eine Welt für sich. Diese Abgeschiedenheit ist die Heimat des Eingeborenenstammes der Baiga. Ihre von der modernen Zivilisation oft noch fast unberührten Dörfer liegen versteckt in den üppig grünen Gebirgsausläufern, wo die Baigas bis heute an ihrer sehr ursprünglichen und naturnahen Lebensweise festhalten. F/-/A (240 km, ca. 6-7 Std.)

15. Tag: Bhoramdeo- Wanderung & Besichtigungen
Auf einer kleinen Wanderung erkunden wir einige der interessantesten Baiga-Dörfer in der Umgebung und freuen uns auf den Kontakt mit den Indigenen Völkern Indiens. Die beeindruckenden Bhoramdeo-Tempel sind Shiva gewidmet und über und über mit sehr schönen erotischen Steinmetzarbeiten verziert, die an die Tempel von Khajuraho erinnern. Hier finden wir auch die Überreste zweier alter Tempel aus dem 7.-11. Jhd (Mandwa Mahal und Cherki Mahal). Am Abend findet hier eine kleine Puja statt die wir gerne besuchen, wenn es möglich ist. F/M/A

16. Tag: Bhoramdeo – Ausflug nach Chilpi
Auf einem Ausflug in Richtung Chilpi besuchen wir weitere Baiga-Dörfer und den sehenswerten und noch sehr ursprünglichen Wochenmarkt des Ortes. F/-/A (40 km, ca. 1,5 Std.)

17. Tag: Bhoramdeo – Taregaon – Raipur
In Richtung Taregaon finden wir weitere sehr interessante Dörfer der Baigas und Gonds, die wir auf unserem Weg zum größten Wochenmarkt der ganzen Region besuchen. Am Nachmittag fahren wir dann nach Raipur, in die Hauptstadt von Chhattisgarh. F/-/- (200 km, ca. 4-5 Std.)

18. Tag: Rückflug nach Deutschland & Ankunft
Eine fantastische Reise geht zu Ende und mit vielen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck werden wir am frühen Morgen zum Flughafen gebracht und fliegen über Delhi zurück nach Deutschland, wo wir am Abend desselben Tages ankommen. -/-/-


Für alle, die das Besondere suchen, lässt sich diese Reise im Februar mit einem Besuch der Joranda Mela auf insg. 21 Tage verlängern. Das Vorprogramm dauert vom 17.02.-22.02.2019.

1. Tag: Flug von Deutschland nach Indien
Drei Tage vor Beginn unserer Reise nach Orissa und Chhatthisgar fliegen wir von Deutschland nach Indien, um das große Joranda Mela-Fest in Dhenkanal zu besuchen.

2. Tag: Ankunft in Indien – Weiterflug nach Bhubaneshwar
Wir erreichen Indien und steigen in Delhi um in die Maschine nach Bhubaneshwar, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Orissa, heute umbenannt in Odisha. Nach dem Transfer zum Hotel können wir den Rest des Tages nach der langen Anreise entspannen und zur freien Verfügung genießen oder wir begeben uns in Eigenregie auf einen ersten Erkundungsgang in die Stadt. -/-/-

3. Tag: Bhubaneshwar - Dhenkanal - Besuch der Joranda Mela
Früh am Morgen verlassen wir Bhubaneshwar und fahren nach Dhenkanal. Unterwegs besuchen wir eines der zahlreichen Handwerkerdörfer, in dem noch auf ganz traditionelle Art und Weise Kunsthandwerk im Orissa-Stil hergestellt wird. Meistens sind alle Familien des Dorfes involviert und wir können die verschiedenen Arbeitsschritte beobachten. In Dhenkanal angekommen beziehen wir zunächst unsere Zimmer im Dhenkanal Palace Hotel. Der historische Palast wurde in den letzten Jahren von den Eigentümern Stück für Stück renoviert und zu einem Heritage-Hotel mit viel Atmosphäre umgebaut. Danach geht es geht direkt weiter zum Joranda-Kloster, das ca. 30 km außerhalb von Dhenkanal liegt. Hier beginnt heute bereits die Joranda Mela. Saddhus, Babas und eine Vielzahl von Anhängern der hinduistischen Glaubensgruppe Mahima Dharma, der auch das Kloster geweiht ist, pilgern aus der ganzen Umgebung hierher. Neben den religiösen Zeremonien und Festlichkeiten herrscht rund um das Klosters eine ausgelassene Jahrmarktstimmung mit Verkaufsständen, Kinderkarussels und buntem Treiben. Mit Einbruch der Dunkelheit füllt sich der Innenhof des Klosters mit tausenden von Besuchern, die geduldig und inbrünstig warten, bis die heiligen Feuer von den Saddhus und Babas mit großem Zeremoniell entzündet werden. Im Mahima-Glauben stehen die Flammen für Frieden und Harmonie im Universum. Nach dieser Zeremonie fahren wir zurück zu unserem Hotel. F/-/-

4. Tag: Dhenkanal - Besichtigungen & Joranda Mela
Nachdem wir gestern Abend erst spät zurück im Hotel waren, können wir uns heute Morgen ein wenig mehr Zeit lassen und bei gutem Wetter das Frühstück im lauschigen Garten des Palastinnenhofes genießen. Später fahren wir dann noch einmal zum Joranda-Kloster, um das noch immer andauernde Treiben zu erkunden. Wir besuchen die Pilgerunterkünfte (Ashrams) rund um das Kloster und haben Gelegenheit zu interessanten Kontakten zu den Einheimischen, die mindestens genauso neugierig auf uns sind wie wir auf sie, denn westliche Touristen kommen nur äußerst selten zu diesem Fest. Am Abend haben wir u.U. noch einmal Gelegenheit der Feuerzeremonie beizuwohnen bevor wir wieder zurückfahren in unser Hotel. F/-/-

5. Tag: Dhenkanal – buddhistisches Dreieck - Bhubaneshwar
Auf der Rückfahrt nach Dhenkanal besuchen wir das „buddhistische Dreieck“ – auch „Diamantdreieck“ genannt – welches von den Stätten Lalitgiri, Ratnagiri und Udayagiri gebildet wird.
In Ratnagiri, dem „Hügel der Juwelen“, finden wir die umfangreichsten buddhistischen Ruinen von Orissa. Der Ort war einst von großer Bedeutung, ist reich geschmückt mit großartigen Skulpturen und gilt als eine der ersten buddhistischen Universitäten Indiens.
Der „Sonnenaufgangshügel“ von Udayagiri stammt aus einer Zeitepoche vom 1.-13. Jhd. und besteht aus einer Backstein-Stupa, zwei Backsteinklöstern und einem großen Stufenstein mit Inschriften. Entdeckt wurde die Stätte bereits 1870, die Ausgrabungen begannen jedoch erst 1985. Lalitgiri ist zwar sehr viel kleiner im Vergleich zu Ranagiri und Udayagiri, stammt dafür aber nachweislich aus dem 2. Jhd. und war dauernd bewohnt bis zum 13. Jhd.
Am späten Nachmittag sind wir zurück in Bhubaneshwar, wo wir im Hotel auf die Mitreisenden treffen, mit denen wir gemeinsam weiterreisen auf den Spuren der Bergvölker in Orissa und Chhatthisgar. F/-/-

Preis der Verlängerung pro Person im DZ: 345,- €
Einzelzimmerzuschlag: 145,- €

Enthaltene Leistungen
Linienflug (Economy)
Steuern und Gebühren
alle Fahrten im privaten klimatisierten Fahrzeug
8 ÜN in landestypischen Mittelklassehotels im DZ
8 ÜN in Gästehäusern und einfachen Hotels
Besichtigungen inkl. Eintrittsgelder
örtl. englischsprachige Reiseleitung
Mahlzeiten: 15x F, 2xA
AuD-Infomaterial
Reiseführer
Im Vorprogramm zur Joranda Mela vom 17.02.-22.02.2019 ist zusätzlich enthalten:
alle Fahrten im privaten klimatisierten Fahrzeug
3 ÜN in landestypischen Mittelklassehotels im DZ
Nicht enthaltene Leistungen
Einzelzimmerzuschlag: 485,- €
Rail & Fly Ticket: 85,- €
alle nicht genannten Mahlzeiten & Getränke
Trinkgelder und persönliche Ausgaben
Visa-Gebühr Indien, z. Zt. 98,- € zzgl. Servicegebühren in Höhe von 6,- € bzw. 13,50 € (je nach Bundesland)
Februar 2019: Vorprogramm zum Besuch der Joranda Mela: 345,- € p.P. im DZ
Einzelzimmerzuschlag Vorprogramm Joranda Mela: 145,- €
TERMIN
PREIS
PLÄTZE
20.02.2019 - 09.03.2019
Plätze
ab 2695€

mit Rajim Kumbh Festival


25.09.2019 - 12.10.2019
Plätze
ab 2695€

20.11.2019 - 07.12.2019
Plätze
ab 2695€

12.02.2020 - 29.02.2020
Plätze
ab 2695€

= Reise buchbar
= Nur noch wenige freie Plätze
= Nicht mehr buchbar
Diese Reise ist auch als Privatreise ab 2 Personen zu Ihrem Wunschtermin buchbar. Selbstverständlich können wir bei Privatreisen auch den Reiseverlauf und die Reisedauer noch Ihren Wünschen anpassen. Gerne machen wir Ihnen ein entsprechendes Angebot. Senden Sie uns einfach Ihre Anfrage oder rufen Sie uns an.
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Auf und Davon Reisen
Telefon: +49 (0) 2261-501990
E-Mail: reisen@auf-und-davon-reisen.de
IND 033

Anforderungen: Ausdauer für die ein oder andere längere Überlandfahrt auf schlechter Straße sowie Komfortverzicht für die Unterbringung in teils sehr einfachen Unterkünften während der Aufenthalte in abgelegenen Stammesgebieten ohne touristische Infrastruktur. Nicht geeignet für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.
20.02.19 – 09.03.19

mit Rajim Kumbh Festival

25.09.19 – 12.10.19
20.11.19 – 07.12.19
12.02.20 – 29.02.20
= Anfragen
= Buchen